Nissan Micra K13 | ab 2010

Technische Daten

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Sondermodelle Nissan Micra K13

Nissan Micra

FRISCH – UND DOCH VERTRAUT
Unter Beibehaltung des runden Profils des Vorgängers und bei gleichzeitiger Weiterentwicklung des Gesamtdesigns schuf Nissan einen Kompaktwagen, der spürbare Frische mit freundlicher Vertrautheit in Einklang bringt.

„Der neue Micra muss ein globales Publikum ansprechen. Sein Design soll so vielen Menschen wie möglich gefallen. Männern genauso wie Frauen, Jungen ebenso wie Alten. Wir sind davon überzeugt, dass er genau das erreicht.”
Makoto Yamane, Associate Product Chief Designer, Nissan Motor Co., Ltd.

Der neue Micra wird in nicht weniger als 160 Ländern angeboten. Er muss Familien in Shanghai ebenso ansprechen wie modebewusste Singles in Paris, urbane Trendsetter in Tokio und viele andere Kunden in aller Welt.

Koji Nagano, Design-Direktor für die Marke Nissan, erklärt: „Unser neuer Kompaktwagen soll einem sehr breiten Spektrum von weltweiten Kunden gefallen und mit Hilfe seines Grundkonzepts eine Vielzahl von Bedürfnissen erfüllen. Die zweite Herausforderung bestand darin, sowohl innen wie außen eine klassenbeste Qualität zu realisieren. Denn auch bei Kleinwagen akzeptieren Kunden heute keine minderwertigen Qualitätsstandards mehr. Während wir das Finish weiter verbesserten, achteten wir zugleich darauf, unser drittes Ziel zu erreichen: dem neuen Micra ein spezielles Flair mit auf den Weg zu geben.“

Während viele ehemalige „Klassenkollegen“ des Micra in den letzten 15 Jahren immer mehr an Gewicht und Statur zugenommen haben, ist der neue Micra seinem Ruf als veritabler Stadtwagen treu geblieben. Sprich: Er hat sein handliches Format nahezu beibehalten. So bleibt er auch in seiner Neuauflage der ideale Begleiter für die europäische Großstadt. Ein Vergleich der Abmessungen zeigt, dass der neue Micra im Vergleich zum Vorgänger etwas länger, kaum breiter und ein wenig niedriger geworden ist:

Länge: 3.780 Millimeter (+ 61 Millimeter)
Breite: 1.675 Millimeter (+ 15 Millimeter)
Höhe: 1.520 Millimeter (- 20 Millimeter)
Radstand: 2.450 Millimeter (+ 18 Millimeter)
Stauraum (nach VDA-Norm): 265 Liter

Aus Designersicht bildet die bogenförmige Seitenfenstergraphik auch beim neuen Micra das charakterbildende Schlüsselmotiv. Das in Europa wie Japan gleichermaßen beliebte ikonische Element wird durch einen noch etwas ausgeprägteren und sauber ins Dach integrierten Heckspoiler akzentuiert.

Der Gesamteindruck wirkt jetzt noch stringenter – dank der stark gerundeten Gürtellinie und einer markanten Sicke oberhalb der Türschweller. Auch die
Front- und Heckpartien wurden komplett neu gestaltet.

Geblieben ist trotz des neuen Designs die exzellente Rundumsicht. So hat der Fahrer keine Mühe, den Micra millimetergenau selbst durch engste Gassen zu manövrieren.

„Der neue Micra setzt ein leichtes Lächeln auf“
Makoto Yamane, Associate Product Chief Designer, definiert es so: „Das ‚Gesicht‘ des Micra ist verschmitzt und sympathisch. Es setzt ein leichtes Lächeln auf – wie von einem Freund, auf den man sich verlassen kann.“

Um diesen Effekt zu erreichen, setzten die Designer auf skulpturierte und dreidimensional geformte Flächen. Der zweigeteilte und prominent hervortretende Grill wird vom Frontstoßfänger geteilt. Oberhalb der Trennlinie befindet sich ein lippenförmiger schmaler Kühlluftschlitz, der in den Acenta- und Tekna-Ausführungen durch eine Chromspange horizontal geteilt wird. Zugleich findet in einer Ausbuchtung auch das Nissan-Markenlogo Platz.

Zweigeteilter Kühlergrill fällt auf
Zusammen mit dem großen und über nahezu die gesamte Fahrzeugbreite gezogenen unteren Lufteinlass gewinnt der neue Micra eine starke Präsenz im Straßenbild. Bei den Tekna-Modellen wird der untere Grill zusätzlich von einer Chromzierleiste eingefasst. Das Gesamtbild komplettieren sanft gerundete, einteilige Scheinwerfer.

Wie schon beim Vorgänger machen es die hochgezogenen Kotflügelkanten leichter, die vorderen Ecken des Fahrzeugs exakt anzupeilen. Die niedrige Gürtellinie verbessert zugleich die Rundumsicht.

Am Heck des grundsätzlich mit fünf Türen produzierten Nissan wird die Hecklappe durch einteilige Rückleuchten flankiert, während der Stoßfänger eine Aussparung für das Nummernschild aufweist. Die dritte Bremsleuchte ist im Dachspoiler integriert.

Längsrillen im Dach sorgen für mehr Ruhe im Interieur
Die Aerodynamik spielte bei der Formgebung des neuen Micra eine große Rolle. So weist beispielsweise das Dach Bumerang-förmige Längsrillen auf. Sie reduzieren bei höheren Geschwindigkeiten in den Innenraum vordringende Resonanzen und sparen zugleich zwei Kilogramm Gewicht ein. Die ausgefeilte Form des Dachs und der Heckspoiler senken den Luftwiderstand der Karosserie – und als direkte Folge auch den Verbrauch und die Emissionen. Selbst den Unterboden hat Nissan zugunsten eines turbulenzfreien Luftdurchflusses und bester Richtungsstabilität optimiert. Der Cw-Wert beträgt 0,33.

Der Micra steht sehr selbstbewusst auf der Straße
In der Addition helfen alle diese Maßnahmen Nissan, einen stilvollen und qualitativ hochwertigen Kleinwagen für einen weltweiten Marktplatz anbieten zu können. „Genau das haben wir geschafft“, sagt Yamane. „Das Design macht den Micra zu einem noch praktischeren Auto mit phantastischer Rundumsicht. Durch den niedrigeren Schwerpunkt und die bis an die Ecken des Autos gerückten Räder konnten wir auch den Radstand verlängern und die Spurweiten vergrößern. So steht der neue Micra nun noch satter und sicherer auf der Straße.“

Zum starken Charakter des Modells tragen laut Yamane auch die markante Gürtellinie und die stark gerundeten Konturen bei. „Dadurch wirkt der Micra auf Anhieb robust. Sein Styling ist organisch – es passt wie eine zweite Haut und stellt stressfreies Fahren in Aussicht.“

Um die Themen des Exterieurs stimmig ins Interieur des Micra zu übertragen, entschied sich das Design-Team für einen „kombinierten Kokon-Ansatz“. Dieser wird deutlich in der Architektur des Instrumententrägers, die auf einem doppelten Blasen-Motiv basiert. Der kreisförmige Instrumenteneinsatz korrespondiert dabei mit einem ähnlich geformten Handschuhfach auf der Beifahrerseite. Das zweistöckige Fach wird ergänzt um eine große obere Ablage und weitere kleinere Staufächer im Bereich der Mittelkonsole und der Türen.

Schnörkellose Bedienung und leicht ablesbare Instrumente
Das dreiteilige Kombiinstrument mit Analoguhren für Geschwindigkeit und Drehzahl sowie digitalen Anzeigen zu Tankinhalt, Motortemperatur und vielen weiteren Daten ist denkbar einfach abzulesen. Auch die in einer runden Bedieninsel gruppierten Tasten für Heizung und Lüftung, Audioanlage und andere Funktionen sind logisch angeordnet und intuitiv zu bedienen.

Ein Teil der europäischen Autokäufer ist durchaus bereit, auf ein kompakteres Auto zu wechseln, wenn die Kinder erst einmal aus dem Haus sind. Doch sie möchten dieses „downsizing“ nicht mit einem Mangel an Platz erkaufen.

Dank des leicht verlängerten Radstands wuchs daher das Platzangebot im Innenraum des neuen Micra; auch der Ein- und Ausstieg gestaltet sich noch etwas einfacher. Zugleich garantiert die lang gezogene Dachlinie auch auf den Rücksitzen eine großzügige Kopffreiheit. Die Rückbank ist im Verhältnis 60:40 umklappbar und gefällt durch eine vollständig ebene Ladefläche.

Als Folge der engen und frühen Kooperation zwischen Designern und Ingenieuren konnte Nissan die Zahl der im Interieur verwendeten Einzelteile reduzieren – das sparte Gewicht und steigerte zugleich die Fertigungsqualität. Insgesamt kommt der Micra mit 18 Prozent weniger Teilen als vergleichbare Kleinwagen aus. Allein der Instrumententräger besteht aus nur noch 28 (statt zuvor 50) Einzelkomponenten.

Neben traditionellen Außenfarben wie Rot, Grau, Schwarz, Weiß oder Silber offeriert Nissan den neuen Micra in drei hochindividuellen Tönen: Spring Green, Tangerine und Nightshade.

Leder für die Top-Version Micra Tekna
Nicht weniger als vier verschiedene Farbmuster stehen für das Interieur zur Auswahl: Während Schwarz für alle drei Ausstattungsniveaus erhältlich ist, gibt es die Visia- und Acenta-Versionen alternativ auch in einem hellen Grau. Exklusiv der Top-Ausführung Tekna vorbehalten sind eine Kontrast-Ausführung in Schwarz und Ivory (Elfenbein) sowie eine Lederausstattung mit rotbraun gefärbten Sitzen und farblich darauf abgestimmten Einlagen in den Türen und am Armaturenbrett.

PLATTFORM
MUT ZUR LEICHTIGKEI
T
Eine sowohl leichte wie verwindungssteife Bodengruppe verhilft dem neuen Micra zu hoher Agilität, Geräumigkeit und einem effizienten Antriebsstrang.

„Die neue V-Plattform ist ein wichtiger Eckpfeiler der Nissan-Zukunft. Aus diesem Grund stellten wir in der Entwicklungsphase des Micra hohe Erwartungen an das Fahrzeug. Denn es sollte die Bedürfnisse der anspruchsvollen Kunden in europäischen Großstädten erfüllen.“
Pierre Loing, Vice President Produktplanung, Nissan Europa

Der neue Micra basiert auf einer gleichfalls neuen Plattform, die künftig weltweit auch die Basis für andere Nissan-Baureihen bilden wird. Nicht ohne Grund steht das Kürzel „V“ für „versatile“ oder zu Deutsch „vielseitig“.

Neben dem Micra wird Nissan die neue Architektur schon bald auch für eine neue Limousine und ein MPV nutzen.

Kernstärken der V-Plattform sind die hohe Steifigkeit und eine auf Leichtbau ausgelegte Struktur. Damit war garantiert, dass der neue Micra neben einem agilen Handling auch einen ausgewogenen Abrollkomfort mit auf den Weg bekam.

Die Maßnahmen zur Gewichtseinsparung hinterlassen überall im Auto ihre Spuren: So bringt zum Beispiel der 41 Liter große Benzintank rund zwei Kilogramm weniger auf die Waage als das Reservoir des Vorgängers. Durch den Wegfall des zentralen Schalldämpfers sparten die Ingenieure im Abgasstrang 3,2 Kilogramm ein; bei der Vorderradaufhängung waren es sogar neun Kilogramm.

Um auf ein Leergewicht von 980 Kilogramm – 35 Kilogramm weniger als beim Vorgänger – zu kommen, wurden auch die Sitze leichter und das Gewicht der Dachkonstruktion um zwei Kilogramm reduziert. Aber auch der aus weniger Einzelteilen bestehende Instrumententräger und die Voll-Aluminium-Motoren mit nur noch drei statt vier Zylindern trugen ihren Teil zum erfolgreichen Diätprogramm bei.

Schon der Micra der dritten Generation war für sein stimmiges Verhältnis zwischen flinkem Handling und gelassenem Federungskomfort bekannt – für die Ingenieure des neuen K13 eine gute Ausgangsbasis, auf der sich weitere Verbesserungen erzielen ließen. Nur konsequent daher, dass auch der neue Micra mit den gleichen Aufhängungskonzepten wie der K12 an den Start geht. Soll heißen: vordere Einzelradaufhängung an McPherson-Federbeinen und Schraubenfedern sowie Platz sparende Verbundlenkerachse hinten, die den nutzbaren Stauraum nicht einschränkt. Vordere und hintere Querstabilisatoren beugen einer zu starken Seitenneigung des Aufbaus in Kurven vor.

Hilfsrahmen halten Vibrationen von den Insassen fern
Sowohl vorn wie hinten sorgen Hilfsrahmen für eine akustische Entkoppelung der Fahrbahngeräusche und Vibrationen vom Fahrgastraum.

Bei der Abstimmung legten die Fahrwerksingenieure großen Wert auf das souveräne Ausbügeln grober Stöße. Selbst holprige Straßenpassagen überquert der neue Micra dank relativ langer Federwege, ohne Schläge oder Vibrationen bis zu den Insassen durchzuleiten. Sorgfältig getunte Feder-/Dämpferraten halten dabei die Bewegungen des Aufbaus in engen Grenzen. Dank der hohen Steifigkeit der V-Plattform gibt sich die elektrische Servolenkung vor allem beim Einlenken sehr präzise und agil. Auch der Eintaucheffekt des Vorderwagens beim Bremsen und das Absinken des Hecks beim Beschleunigen wurden minimiert.

Wendekreis von neun Metern macht Micra zum Cityfreund
Die elektrische Servolenkung ist in allen Modellen serienmäßig installiert; der enge Wendekreis von neun Metern unterstreicht den Ruf des Micra als Cityfreund.

Eine hohe passive Sicherheit war ein vordringliches Ziel der Micra-Väter. Im Falle eines Aufpralls schützt eine hochfeste Sicherheitszelle die Insassen. Die computerberechnete Knautschzone in der Bugpartie sichert optimalen Schutz bei einem Frontalaufprall.

Im serienmäßigen Sicherheitspaket enthalten sind neben sechs Airbags und fünf Kopfstützen auch ABS, EBD (elektronische Bremskraftverteilung), der Nissan Bremsassistent und – längst nicht selbstverständlich für einen Kompaktwagen – das elektronische Stabilitätssystem ESP.

Dass Nissan seinen Umwelt-Fußabdruck konsequent verkleinern will, beweist unter anderem die Tatsache, dass 98 Prozent aller im neuen Micra verwendeten Materialien recycelbar sind.

MOTOREN & GETRIEBE
BENZINER POWER

Die beiden hochmodernen Benziner bieten eine solch starke Kombination aus Leistung und verbrauchsarmem Betrieb, dass Nissan beim neuen Micra auf einen Dieselmotor verzichten konnte.

„Der neue Dreizylinder-Benziner für den Micra gehört zu den weltweit umweltfreundlichsten Motoren. In Kombination mit einem weiterentwickelten CVT-Getriebe ermöglicht er extrem niedrige CO2-Emissionen und Verbräuche sowie stressfreies Fahren in Innenstädten.“
Pierre Loing, Vice President Produktplanung, Nissan Europe

Für die Europa-Version des neuen Micra bietet Nissan zum Marktstart zwei Aggregate an. Beide sind Varianten des 1,2 Liter großen Dreizylinders aus der neuen HR12-Benzinmotoren-Familie. Für jede Motorvariante steht ein manuelles Fünfganggetriebe und eine neu entwickelte stufenlose
CVT-Automatik zur Auswahl.

Die Entscheidung gegen eine zusätzliche Diesel-Option resultierte aus umfangreichen Markt- und Kundenanalysen. Daraus ging hervor, dass europäische Kunden beim Kauf eines CO2-armen Modells – in der Regel ein Diesel – einen empfindlichen Preisaufschlag in Kauf nehmen müssen. Daher lag für Nissan die ideale Lösung in einem hochmodernen Benziner, der Kraft, Drehmoment und hohe Umweltverträglichkeit in ein ideales Verhältnis bringt. Genau das kann die neue HR-12-Motorenfamilie – wenn es um
CO2-Emissionen und Verbräuche geht, ist sie extrem wettbewerbsfähig.

So begnügt sich zum Beispiel die 59 kW (80 PS) starke Sauger-Version mit einem CO2-Ausstoß von 115 g/km. Dieser für sich betrachtet schon außerordentlich gute Wert wird durch die zweite Variante des Motors noch in den Schatten gestellt. Das per Kompressor aufgeladene Aggregat mit Direkteinspritzung (Debüt Frühjahr 2011) leistet 72 kW (98 PS) und entwickelt ein maximales Drehmoment von 142 Nm. Zugleich emittiert es aber im Schnitt nur 95 g/km an CO2 – ein mehr als respektables Resultat für einen Otto-Motor.

Da ist es nur recht und billig, dass am Heck des neuen Micra das blau/silberne „Pure Drive“-Logo prangt – Ausweis für jedes Nissan-Modell mit einem CO2-Ausstoß von unter 130 g/km.

Unter 100 Gramm CO2 – eine neue Messlatte im Motorenbau
„Mit 115 g/km gehört bereits der Standard-Motor zu den weltweit saubersten Benzin-Aggregaten. Doch mit einem Wert deutlich unter 100 g/kg legt der Direkteinspritzer mit Kompressor-Aufladung eine neue Messlatte im modernen Motorenbau. Mit dem Wissen um diese Leistung im Hinterkopf trafen wir schon sehr früh die Entscheidung, beim neuen Micra auf einen Diesel zu verzichten. Schließlich glänzen die HR12-Motoren mit dieselartigen Verbräuchen, verbunden mit der Leistungscharakteristik und der Laufkultur von Benzinern. Zudem sind sie leichter und kostengünstiger zu produzieren. Einfach gesagt: Sie bieten das Beste aus beiden Welten“, sagt Pierre Loing.

Wie die Bezeichnung schon andeutet, stehen die HR12-Motoren in enger Verwandtschaft zum Vierzylinder-HR16-Motor, den Nissan im NOTE, Juke und Qashqai einsetzt. Entsprechend groß sind die technischen Gemeinsamkeiten.

Unwuchten eines Dreizylinders erfolgreich geglättet
Beide Motoren schöpfen aus einem Hubraum von 1.198 Kubikzentimetern. Sie sind leicht, kompakt und dank Vierventil-Zylinderkopf höchst effizient. Nissan legte großen Wert darauf, die bei Dreizylinder-Motoren systembedingt auftretenden Vibrationen und Unwuchten durch sorgfältige Detailarbeit zu eliminieren. Beispiel Leerlauf: Ein versetzt auf der Kurbelwellenscheibe angebrachtes Gegengewicht erzeugt eine ovale Bewegung und unterdrückt so die durch die Bewegungen der Kolben erzeugten vertikalen Vibrationen. Als Folge läuft der HD12-Motor so rund und ruhig wie ein Vierzylinder-Aggregat.

Die Technik-Lösungen zur Senkung der internen Reibung umfassen kreisrunde Bohrungen für die Kolben, eine Beschichtung aus diamantähnlichem Karbon (DLC) für die Kolbenringe sowie eine Ölpumpe mit variablem Hub. Zusammen genommen führen die Maßnahmen zu einer um 30 Prozent geringeren Reibung als bei einem konventionellen Vierzylindermotor der gleichen Leistungsklasse.

Variable Ventilsteuerung und Abgasrückführung
Effizienz steigernd wirken auch die variable Ventilsteuerung (VTC) samt „Eco“-Modus, eine elektronisch gesteuerte Abgasrückführung (ERG), reibungsarme Wasser- und Ölpumpen und ein hohes Verdichtungsverhältnis.

Egal mit welchem der beiden Motoren – im neuen Micra ist man immer zügig und zugleich sparsam unterwegs. Das Sauger-Aggregat leistet wie bereits erwähnt 59 kW (80PS) bei 6.000/min und entwickelt ein maximales Drehmoment von 110 Nm bei 4.000/min. Damit läuft der Micra 170 km/h
(CVT: 161 km/h) schnell; die 100-km/h-Marke ist nach 13,7 (14,5) Sekunden erreicht. Die Durchschnittsverbräuche beziffern sich auf 5,0 (5,4) l/100km, was CO2-Emissionen von 115 g/km beziehungsweise 125 g/km entspricht.

Die Werte des 1.2 mit Kompressor stellen mit 72 kW (98 PS) und einem maximalen Drehmoment von 142 Nm besonders viel Fahrspaß in Aussicht; dabei bescheidet sich das Aggregat mit 95 (MT) bzw. 118 (CVT) g/km bei den CO2-Emissionen.

75 Prozent geringere Emissionen als noch 2005
Diese Werte bedeuten eine 25prozentige Verbrauchssenkung im Vergleich zum 1,2 Liter großen Motor des Micra der dritten Generation. Im Vergleich zu 2005 sind die Emissionen um 75 Prozent zurückgegangen.

Neues CVT-Getriebe mit ungewöhnlich großer Spreizung
Neben einem sehr präzise zu schaltenden Fünfganggetriebe bietet Nissan für den neuen Micra optional ein stufenloses CVT-Getriebe an. Ein weltweit zum ersten Mal installiertes zusätzliches Planetenradgetriebe ermöglicht eine mit 7,3:1 deutlich größere Übersetzungs-Spreizung – so kann das Leistungspotenzial der Motoren dank spontanem Ansprechverhalten aus niedrigen Drehzahlen und überlegener Wirtschaftlichkeit bei höherem Tempo noch besser ausgenutzt werden.

Die Verwendung des Planetenradgetriebes gestattet den Einsatz kleinerer Riemenscheiben. Als Vorteil ergibt sich ein größerer Abstand zwischen den Scheiben und dem Getriebeöl-Reservoir. Weil so weniger Öl durch bewegliche Teile „umgerührt“ wird, sinken die Reibungsverluste.

Kompaktere Komponenten wie ein ultraflacher Drehmomentwandler machen die neue CVT-Automatikbox um zehn Prozent kompakter und um 13 Prozent leichter als die Vorgänger-Generation.

Die Motorenpalette des neuen Micra
Motor | Leistung | Treibstoff | CO2 | Antrieb | Kraftübertragung
1.2 | 59kW | Benzin | 115 | Front | 5-Gang, manuell
1.2 | 59kW | Benzin | 125 | Front | CVT
1.2 DIG* | 72kW | Benzin | 95 | Front | 5-Gang, manuell
1.2 DIG* | 72kW | Benzin | 118 | Front | CVT
* Marktstart Frühjahr 2011

AUSSTATTUNG
GERÜSTET FÜR DIE STADT

Vom voll integrierten Satelliten-Navigationsgerät bis zur cleveren Einparkhilfe – der Micra macht Annehmlichkeiten aus höheren Fahrzeugsegmenten im Kleinwagenmarkt salonfähig.

„Von außen wirkt der Micra klein, doch im Herzen ist er ein großes Auto. Speziell, wenn es um die Fülle seiner serienmäßigen Ausstattungsdetails geht. Durch den Einsatz technisch fortschrittlicher Lösungen – die einen realen Kundennutzen darstellen und in vielen Fällen serienmäßig sind – macht er Cityeinsätze so stressfrei und unterhaltsam wie möglich.“
Vincent Wijnen, Vice President, Marketing, Nissan Europe

Analog zu seinen Vorgängern hat Nissan auch den neuen Micra großzügig ausgestattet und ihn um eine Reihe von Features ergänzt, die auf das urbane Einsatzprofil des Modells zugeschnitten sind. Allen voran eine fortschrittliche Einparkhilfe.

Wie bei Nissan üblich, sollen diese Innovationen nicht nur im Verkaufsraum Pluspunkte sammeln, sondern auch einen realen Nutzwert für den Kunden bieten. Sprich: den täglichen Umgang mit dem Micra so einfach wie möglich gestalten.

Die Angebotsstruktur orientiert sich an der von anderen Nissan-Baureihen bekannten Dreigleisigkeit: Oberhalb der Basisversion Visia ist die mittlere Line Acenta positioniert, auf die dann die Top-Version Tekna folgt.

Rein äußerlich sind die Unterschiede eher marginal: So steht der Visia auf
14 Zoll großen Stahlfelgen, seine Türgriffe und Außenspiegelgehäuse sind in robustem schwarzem Kunststoff gehalten. Der Acenta wird ab Werk durch 15-Zoll-Stahlfelgen, eine schwarz getönten B-Säule, in Wagenfarbe lackierte Türgriffe, Spiegel und Rammschutzleisten sowie eine Chromspange im oberen Kühlerschlitz veredelt. Beim Tekna ist zusätzlich der untere Kühllufteinlass mit einer Chromleiste eingefasst, rechts und links davon sitzen serienmäßige Nebelscheinwerfer.

Selbstverständlich macht Nissan beim aktiven und passiven Sicherheitspaket keine Unterschiede. Das heißt: ESP, ABS, sechs Airbags, drei Kopfstützen auf der Rückbank und eine automatische Verriegelungsfunktion der Türen nach dem Losfahren sind durch die Bank Standard.

Das Gleiche trifft auf die Servolenkung inklusive höhenverstellbarer Lenksäule, die Zentralverriegelung mit Fernbedienung, den Bordcomputer und elektrische Fensterheber (vorn) zu. Eine manuelle Klimaanlage ist für den Micra Visia im Paket mit einem CD-Radio gegen Aufpreis zu ordern.

Acenta-Versionen bieten exzellentes Preis-/Leistungsverhältnis
Die schon bei Kunden des Vorgängers beliebte Acenta-Variante profitiert zusätzlich von einer Klimaautomatik, einer Geschwindigkeitsregelanlage plus Geschwindigkeits-Begrenzer, elektrisch einstellbaren Außenspiegeln und einem höhenverstellbaren Fahrersitz samt Armlehne. Lenkrad und Schaltknüppel sind lederummantelt. Das Entertainment-System lässt mit Radio/CD-Kombination, AUX-Eingang, vier Lautsprechern und Bluetooth®-Schnittstelle zum drahtlosen Handy-Gebrauch kaum noch Wünsche offen.

Zu den praktischen Details des Acenta gehört ferner eine im Normalzustand unsichtbare Ausformung im Beifahrersitz (ab Acenta): Der hintere Teil des Sitzkissens lässt sich umklappen, dadurch öffnet sich eine Aussparung zum Abstellen einer Handtasche oder einer Einkaufstasche. Vorteil: Die Gegenstände können bei einer Bremsung nicht mehr haltlos in Richtung Fußraum purzeln.

NISSAN Connect – vielseitiges Infotainmentsystem nun auch im Micra
Im Micra Tekna (optional auch im Acenta) kommt zusätzlich NISSAN Connect zum Zug – die voll in die Mittelkonsole integrierte Infotainment-Anlage. Neben einem fünf Zoll großen farbigen Touchscreen-Display zur Steuerung des Satelliten-Navigationssystems verfügt sie über Bluetooth®- und AUX-Anschlüsse sowie zusätzlich auch über Audio Streaming- und eine USB-Schnittstelle und sechs Lautsprecher.

Das Navigationssystem nutzt Straßenkarten in hoher Auflösung, die via SD-Karten jederzeit aktualisierbar sind. Die Programmierung erfolgt in neun Sprachen; neben Westeuropa wird auch Osteuropa inklusive Russland abgedeckt.

Auch bei Tunneldurchfahrten oder in Hochhäuserschluchten quittiert das System die Routenführung nicht – Positions- und Geschwindigkeitssensoren sichern jederzeit, dass das Signal nicht abbricht.

TMC-Funktion gibt blitzschnelle Ausweichempfehlungen
NISSAN Connect verfügt des Weiteren über eine TMC (Traffic Message Channel)-Funktion. Diese nutzt einen zweiten Radioempfänger, um in Echtzeit aktuelle Störmeldungen erkennen und auswerten zu können. Blitzschnell wird bei Bedarf eine Alternativroute berechnet, die Zeit und Emissionen einspart.

Ebenfalls dem Micra Tekna vorbehalten sind eine Fahrtlichtautomatik und ein Regensensor, elektrisch anklappbare Außenspiegel, der optionale „Intelligent Key“ in Kombination mit Start/Stopp-Knopf und ein großes Informationsdisplay für Angaben zum Durchschnittsverbrauch, zur Restreichweite und zur Außentemperatur. Eine spezielle Programmierung erlaubt es, dass der Micra seinem Besitzer an dessen Geburtstag ein „Happy Birthday“ wünscht.

Clevere Einparkhilfe als Premiere im Kleinwagen-Segment
Ein besonders fortschrittliches Technik-Feature (Standard im Tekna, optional im Acenta) bietet der neue Micra mit dem Parkguide. Er ist speziell auf die Domäne des Kleinwagens, den engen Stadtverkehr, gemünzt und hilft dem Fahrer oder der Fahrerin, beim Vorbeifahren an einer Parklücke deren Länge zu taxieren. Dazu muss zuvor nur der PSM (Park Slot Measurement)-Knopf am Armaturenbrett gedrückt und die fragliche Fahrzeugseite (rechts oder links) durch das Setzen des Blinkers angegeben werden.

Bei Geschwindigkeiten unterhalb von 25 km/h „scannt“ das unsichtbare Auge den Parkraum und meldet das Ergebnis auf ein Display im Instrumentenbrett. Ist der Freiraum über einen Meter länger als das Auto, erscheint ein „OK“, sind es nur 60-99 Zentimeter ein „schwierig“ und bei einem Abstand von unter 60 Zentimetern ein „nicht ratsam“.

Hintere Parksensoren entlarven selbst Poller und Pylonen
Das über zwei seitliche Radarsensoren vorgenommene Messverfahren kann zusätzlich in drei Schwierigkeitsstufen an die individuellen Einparkkünste des jeweiligen Lenkers angepasst werden. Im Programm für „Anfänger“ werden 15 zusätzliche Rangier-Zentimeter zugestanden, im Menü „Experten“ dagegen kalkuliert das System mit 15 Zentimeter weniger Raum zum Bugsieren.

Unabhängig von der gewählten Kalibrierung sorgen hintere Parksensoren für eine Warnung vor Hindernissen wie Poller oder Pylonen. Sie werden beim Einlegen des Rückwärtsgangs automatisch aktiviert und senden sowohl akustische wie visuelle Informationen und Warnhinweise ins Cockpit. Der Parkguide ist eine bislang einzigartige Komfort- und Sicherheitshilfe im B-Segment und dürfte speziell in Ländern, in denen „hautnahes“ Einparken üblich ist, zu einem geschätzten Hilfsinstrument avancieren.

Glasdach macht das Interieur noch freundlicher
Eine ebenfalls sehr populäre Zutat wird das im Micra Tekna serienmäßig installierte Glasdach sein. Es reicht über die gesamte vordere Hälfte und fast die ganze Breite des Autos. Dank des Panoramaeffekts wird das Interieur des Micra lichtdurchflutet – bei zu starker Sonneneinstrahlung dämmt ein herausziehbares Rollo die Aufheizung wirkungsvoll ab.

„Der Micra ist ein kleines Auto, das viele innovative Details zu bieten hat – wie etwa den neuen Parkguide, ein System, das man sonst nur in deutlich größeren und teureren Fahrzeugen findet. Wie immer bei Nissan ist kein Ausstattungsfeature des neuen Micra nur als Spielerei gedacht. Sowohl PSM als auch die Fahrtlichtautomatik, NISSAN Connect und die Bluetooth®-Schnittstelle helfen ganz konkret dem Fahrer oder der Fahrerin“, sagt Vincent Wijnen.

Technische Daten

Preisliste Nissan Micra K13

Sondermodelle Nissan Micra K13

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